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SPD - eine Marke verliert ihren Kern

Jede Marke hat einen Kern. Das heißt nichts anderes, als daß sie für sich genau definiert hat, wofür sie steht. Es kann sich dabei um ein Unternehmen, eine einzelne Person, einen Verein oder eine Partei handeln. In den meisten Fällen geht es dabei um die innere Einstellung und Haltung von Menschen. Ausgenommen sind hier Produkte. In diesen Fällen werden Erlebniswelten aufwendig kreiert, mit denen sich bestimmte Käufergruppen identifizieren können. Sind Botschaft der Marke und Handlungen der Menschen, für die sie steht, nicht deckungsgleich entsteht Mißtrauen.

Schauen wir uns das einmal am Beispiel der SPD an. Die SPD wurde einmal aus der Not heraus geboren, als die Bewohner dieses Landes kaum Mitspracherecht hatten und vom Staat ausgebeutet wurden. Die Soziale Partei Deutschland setzte sich für eine gerechtere Bezahlung und Behandlung der Arbeiter und kleinen Leute ein. Damals machten diese die breite Masse aus, die immer mehr nach einem lebenswerterem Dasein aufbegehrte. Die Partei wurde hauptsächlich von der Arbeiterklasse gewählt.


Die SPD führte den 2. Bildungsweg ein, was zu einer breiteren, gut verdienenden Mittelschicht führte. Seither sieht sie ihre Wähler eher hier. Sie besetzt heute Themen, die früher der CDU entsprachen und umgekehrt. Dies hat zur Folge, daß der Wähler die Parteien kaum noch voneinander unterscheiden kann. Mit Gerhard Schröders Hartz IV Gesetz, wurde die SPD dann für die Unterschicht unwählbar. Diese nimmt aber beständig zu, da immer mehr Menschen aus der Mittelschicht in die Unterschicht abrutschen. Ungeachtet dieser Tatsache teilen sich SPD und CDU nun ihre Wähler aus der immer kleiner werdenden Mittelschicht.

Die Marke SPD, die einmal für soziale Belange im Land stand, kümmert sich heute um das Wirtschaftsressort, das sich diametral entgegen menschlicher Interessen bewegt. Verheerender konnte die SPD sich nicht positionieren. Es kommt quasi einer Selbstzerstörung gleich.

Ich bin heute seit Langem mal wieder mit offenen Augen durch Hannover gegangen. Mir sind viele abgewirtschaftete Menschen aufgefallen, von denen einige leere Flaschen aus Mülleimern sammelten, um überleben zu können. Wenn die SPD nicht endlich begreift, welchen Platz sie in der Parteienlandschaft hat, dann wird sie bald von der Bildfläche verschwinden, ähnlich wie die FDP. Wenn es der Wirtschaft gut geht, heißt das eben noch lange nicht, daß es auch der gesamten Gesellschaft gut geht.

Wenn es soviele ehrenamtliche Helfer gibt, dann
frage ich mich woher diese plötzlich alle kommen? Frührentner und Arbeitslose, die froh sind endlich wieder eine Aufgabe zu haben und nun wenigstens die Gelegenheit bekommen, ihre Ehre zu retten, wenn ihre Arbeit schon nichts mehr wert ist? Das ist Ausbeutung im großen Stil. Es gab mal eine Zeit, da gehörte es zur Kernkompetenz der SPD sich für diese Menschen einzusetzen. Schröder hat damit Schluß gemacht. Seitdem ist die SPD eine Marke ohne Kern.


Die Zeit Online hat einen Artikel über Reichtum in Deutschland geschrieben.Lesen Sie hier den Artikel "Wie Reichtum in Deutschland verteilt ist " in der Zeit Online


Ein Artikel von Elke Rudolph, Wennigsen, den 01.04.2016

 

Marken Redesign am Beispiel der Debeka

Für Unternehmen ist es oft schwer zu beurteilen, ob das Logo noch seinen Dienst erfüllt oder nicht. Die Gewohnheit macht uns betriebsblind und wir sehen nicht, daß es schon nicht mehr zeitgemäß ist. Dabei muß das Design aber Kontinuität beweisen und vor allem auf den ersten Blick wiedererkannt werden. Wann ist es also an der Zeit etwas zu verändern und was sollte verändert werden? Umfragen bieten hier eine bewährte Kontrollmöglichkeit.

Meistens haben Firmenchefs andere Sorgen, als sich über ihr Logo Gedanken zu machen. Außerdem kosten Veränderungen Geld, denn mit der Änderung des Logos ist es nicht getan. Es muß auch das Corporate Design, also der Gesamteindruck des Unternehmens, angepaßt werden, um eine starke Wirkung zu erzielen. In vielen Fällen zahlt sich das aber in barer Münze aus.

 

Analyse des Istzustandes

Anhand des Debeka-Logos möchte ich Ihnen verdeutlichen, warum ich eine Modernisierung für angebracht halte und wie unbewußte Wahrnehmung funktioniert. Denn auf dem Logo baut alles auf. Die Typografie erinnert an die 50er Jahre und soll wohl den Erhalt der Werte und Beständigkeit vermitteln. Zwei wichtige Aspekte für eine Versicherung in einer sich so schnell drehenden Welt. Gleichzeitig wirkt diese Schrift dadurch aber auch rückwärts gerichtet und antiquiert. Das Logo steht in einem statischen Block, der vermutlich Sicherheit und Standhaftigkeit ausstrahlen soll. Man könnte aber auch die Anmutung von unflexibel und unnahbar haben. Die weiße Schrift auf hellem Blau erinnert an einen Sommerhimmel und soll vermutlich Sorglosigkeit suggerieren. Gleichzeitig wirkt die Komposition aber auch unterkühlt und blass.

Verkürzt ausgedrückt "spricht" das Logo in etwa so mit seinem Betrachter. Was dieser dabei empfindet ist also sehr subjektiv. Eine Umfrage kann hier Sicherheit darüber geben, was die meisten Menschen beim Anblick Ihres Logos im ersten Moment empfindet. Denn wie bei einer Visitenkarte ist auch hier der erste Eindruck entscheidend. Ein Grund mehr sich mit diesem Thema von Zeit zu Zeit auseinander zu setzen.
 

Die hohe Kunst des Redesigns.

Woran Sie ein gut gemachtes Redesign erkennen, veranschauliche ich Ihnen anhand meiner überarbeiteten Variante des Debeka-Logos. Die Schwierigkeit besteht darin, den ursprünglichen Charakter des Logos nicht grundlegend zu verändern, es aber trotzdem zu verjüngen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich habe den Schriftzug dahin gehend verändert, daß er weniger verschnörkelt und antiquiert daherkommt. Durch einen guten Schuß Geradlinigkeit wird die Seriösität des Unternehmens unterstrichen, ohne mit Tradition und Beständigkeit zu brechen. Die Marke wird problemlos wiedererkannt, wirkt moderner, aber nicht fremd.

Der höhere Farbkontrast zwischen Hintergrund und Schriftzug bringt mehr Tiefe, sodaß das Logo besser wahrgenommen wird. Der Gesamteindruck bleibt weitgehend erhalten, wird aber verstärkt und signalisiert mehr Bodenhaftung. Der Verlauf und das schräge Rechteck, in dem das Logo jetzt steht, wirken dynamischer und weniger statisch. Der Slogan unterstreicht nun frei und dezent das Logo, sodaß der Blick auf den Debeka-Schriftzug geführt wird. Der Slogan nimmt nun die kursive Schreibweise stilistisch auf. Die Worte „sichern und sparen“ werden schneller verstanden und vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Spareffekte in allen Disziplinen der Debeka. Zudem ist dies ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz.
 

Gut geführte Marken sind ihr Geld wert.

Wie wir oben festgestellt haben ist das Logo ein Signal, das Unternehmen tagtäglich senden. Im besten Fall spiegelt es die gelebte Unternehmensphilosophie wider und wirkt dadurch nach außen authentisch. Durch konsequente Abstimmung der Bild- und Textwelt sowie der Kommunikation des Unternehmens auf das Markenziel, wird das Logo zur Marke, die stellvertretend für dessen Werte und Grundsätze steht. Es kommt also auf das Gefühl an, das beim Betrachten eines Logos entsteht. Wenn sich dieses Gefühl mit den Erwartungen Ihrer Kunden deckt, ist das schon die halbe Miete. Ein Gefühl von Sicherheit schätzen Menschen bei einer Versicherung in unsicheren Zeiten umso mehr.

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